Erste Mieterbefragung der Wobau ergibt hohe Zustimmungswerte und Anregungen aus der Mieterschaft
„Der Service gefällt mir sehr gut, es sind immer freundliche Leute am Telefon“, urteilt Gerlinde Steiner-Neuendorf. Sie ist seit 20 Jahren Mieterin der Bad Nauheimer Wohnungsbaugesellschaft (Wobau), hat sich ebenso wie 432 andere Haushalte an der im Frühjahr durchgeführten Mieterbefragung des Unternehmens beteiligt und ist nun eine der drei Glücklichen, die aus der Menge der Teilnehmer gezogen wurden und neben einem Blumenstrauß einen Einkaufsgutschein gewonnen haben. Die Übergabe des Gewinns nutzte Wobau-Geschäftsführer Holger Münch, um sich im persönlichen Gespräch weitere Anregungen und Hinweise zu holen.
„Wohnst du noch oder lebst du schon?“ – Dieser Werbeslogan eines bekannten Möbelhaues charakterisiert kurz und bündig, dass „Wohnen“ längst mehr bedeutet als das sprichwörtliche Dach übe
r dem Kopf zu haben. Sich wohlzufühlen im Zuhause ist vielmehr ein wesentliches Kriterium für Lebensqualität. In einer Mieterumfrage (Details siehe Infokasten) hat die Bad Nauheimer Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) nun erstmals deren Befinden und Befindlichkeiten erforscht – und ist mit der Zufriedenheit ihrer Mieterinnen und Mieter ihrerseits sehr zufrieden. Klar wurde aber auch: Es gibt Anregungen und Wünsche aus der Mieterschaft.
56 Jahre alt ist der durchschnittliche Wobau-Mieter. Er verfügt über ein unauffälliges Haushaltsnettoeinkommen, ist vom Charakter her eher konventionell und bescheiden. Der Wobau stellt er ein sehr gutes Zeugnis aus mit einem Gesamtzufriedenheitsindex von 78,2 und einer Kundenbindung mit einem Indexwert von sogar 81,0. Ein PKW-Stellplatz, Balkon/Terrasse, schnelles Internet und ein Keller kristallisierten sich in der Umfrage als wichtigste Ausstattungsmerkmale heraus.
Hochzufrieden (Index: 75,2) zeigten sich die Mieterinnen und Mieter bei den Fragen rund um das Thema Wohnung/Wohngebäude. Die Wohnungen ebenso wie die Infrastruktur, insbesondere die Müllentsorgungsmöglichkeiten, wurden sehr positiv beurteilt. Renovierungswünsche wurden bei einzelnen Bädern und Kellerräumen geäußert. „Wir wissen, dass wir in manchen Bereichen tätig werden müssen und hatten dies bereits intern thematisiert. . Wir renovieren und sanieren kontinuierlich. Mit der Umfrage gewinnen wir zusätzliche Einblicke, die uns künftig die Priorisierung unserer Vorhaben erleichtern werden“, erläutert Holger Münch.
Dass überall, wo mehrere Mietparteien aufeinandertreffen, die Treppenhäuser neuralgische Punkte darstellen, bestätigte sich im Gespräch mit den Gewinnerinnen Gerlinde Steiner-Neuendorf und Beate Berger sowie dem Gewinner Adolf Förster. Häufigstes Problem: das Abstellen von Kinderwagen, Fahrrädern, Rollatoren oder Rollstühlen im Treppenhaus. Es ist nicht nur aus Brandschutzgründen generell untersagt, sondern behindert oft auch andere, nicht mehr ganz so mobile Mieter oder Besucher in ihrer Bewegungsfreiheit. „Wir kennen das Problem und überlegen, wie wir Abhilfe schaffen können“, verspricht der Wobau-Geschäftsführer. Auch neue energiesparende Fenster stehen auf der Wunschliste etwa der Hälfte der Befragten. Während zwar jeder Zweite diesen Wunsch dezidiert äußerte, zeigte sich nur jeder Vierte bereit, für eine solche Modernisierungsmaßnahme dann auch eine höhere Miete zu bezahlen.
Sehr zufrieden (Index: 77,5) zeigten sich die Befragten mit ihrem sozialen Wohnumfeld. Die Wobau selbst genießt in den Augen ihrer Mieterinnen und Mieter einen sehr guten Ruf und hohes Ansehen,

große Zufriedenheit herrscht auch hinsichtlich der Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, der Einkaufsmöglichkeiten und Grünanlagen. Teilweise kritisch bewertet wurden die Parkmöglichkeiten im Wohnumfeld.
Besonders erfreut zeigten sich Holger Münch und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die extrem hohe Zufriedenheit im Teilbereich Service/Kundenorientierung (Index: 82,2). Die häufigsten Anliegen für Kontakt sind Mängelmeldungen oder Fragen zum Mietverhältnis. Im Gespräch mit den drei Gewinnern wurde das Ergebnis der Umfrage noch einmal klar bestätigt: Der Service der Wobau, hieß es unisono, habe sich in den letzten Jahren deutlich verbessert vor allem in puncto Engagement, Erreichbarkeit und Reaktionsgeschwindigkeit.
In den nächsten Wochen werden alle 1.200 Haushalte ein Anschreiben der Wobau erhalten. „Wir möchten uns bei allen Mieterinnen und Mietern herzlich für ihre Teilnahme an der Befragung und die wertvollen Rückmeldungen bedanken. Die positiven Ergebnisse bestärken uns in unserer Arbeit und motivieren uns, weiterhin unser Bestes zu geben, um die Wohnqualität und Serviceleistung für alle zu verbessern.
In den kommenden Monaten werden wir uns intensiv mit den genannten Anliegen und Vorschlägen beschäftigen, um sicherzustellen, dass wir die Erwartungen und Wünsche bestmöglich erfüllen können. Die Zufriedenheit unserer Mieterinnen und Mieter ist unser höchstes Ziel.“, betonte Münch. Sie sei selbstverständlich anonym gewesen, doch ließen sich die Antworten auf einzelne Wohnquartiere herunterbrechen, so dass man Handlungsoptionen ableiten könne.
Bildunterschriften:
Wobau-Geschäftsführer Holger Münch überreicht gemeinsam mit Laura Kämmerer (Sonderaufgaben, Projekte und Organisation) Blumenstrauß und Einkaufsgutschein an die Gewinnerin Gerlinde Steiner-Neuendorf.